OrangenkuchenHabt ihr mal eine Orange mit Schale im Zerkleinerer püriert? Das ist genau was man macht, wenn man diesen duftigen, leicht säuerlichen, total unwiderstehlichen Kuchen backen will. Und ihr sieht schon im Bild wie unwiderstehlich der Kuchen ist: ich musste ihn direkt aus der Form naschen, auch sogar beim Plätzchen backen. Ich schäme mich nicht zuzugeben, dass ich den ganzen Kuchen innenhalb von 48 Stunden ganz alleine aufgegessen habe. Aber ich verspreche es: nächstes Mal stürze ich sogar den Kuchen. Vielleicht bin ich sogar so geduldig, dass ich eine Glasur aus Puderzucker und Orangensaft mache.

Orangenkuchen (für eine Kastenform von 26cm Länge oder eine Gugelhupfform von 22cm Durchmesser)

  • 1 Bio- oder unbehandelte Orange
  • 60g Sonnenblumenöl oder  zerlassene Butter
  • 120g Orangensaft
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz
  • 200g Mehl (405 oder 550)
  • 150g Zucker
  • 2 TL Backpulver
  • Optional: 100g backfeste Schokotropfen*

Die Koseform einfetten und mit Mehl bestäuben. Die Orange abwaschen. Den Ofen ruf 160Grad (Umluft) vorheizen. Den Stielansatz und das Ende abschneiden, die Orange achteln und in einen Zerkleinerer/in einen Standmixer geben. Mit Ei, Orangensaft und § Öl pürieren. Mehl, Backpulver und Zucker (und die optionalen Schokotropfen) vermischen, zu den flüssigen Zutaten geben und mit einem Holzlöffel oder Teigschaber gründlich vermischen. Im Vorgeheizten Ofen etwa 45 Minuten lang backen. Vor dem herausnehmen unbedingt die Stäbchenprobe machen!

Wenn ihr geduldiger als ich seid, könnt ihr eine Glasur aus Puderzucker und Orangensaft machen, oder – wenn ihr die Kombination von Orange und Schokolade gerne mögt, mit Schoko-Fett Glasur bestreichen.

Gutes Gelingen, guten Appetit und ich hoffe der Kuchen überlebt bei euch etwas länger als bei mir (oder eben nicht!)

12 Gedanken zu „(Schoko-)Orangenkuchen ganz anders

    • Danke! Viel Spass und Erfolg wünsche ich! Ich möchte auch dazu sagen, der Kuchen ist nicht zu süß, sondern leicht säuerlich und herb wegen der Orangenschale. Ich liebe dieses Zusammenspiel der Aromen, weil ich keine zu süßen Nachspeisen mag. Viele Grüße!

  1. ach, ich liebe das ungestürzte-ohne-Glasur-Foto. das hat mich in meinem Reader echt schmunzeln lassen: Kuchen, der mit dem Löffel aus der Form gegessen wurde. Manchmal sind Dinge einfach so unwiderstehlich, dass die Verkostung keinerlei Verzögerung duldet. 🙂 Der Kuchen muss ein Traum sein!

    ich kannte übrigens eetwas ähnliches – da werden die Orangen vorher noch gekocht, bevor sie im ganzen püriert werden. Kann mir aber gut vorstellen, dass sie bei Deinem Kuchen hier noch orangiger bleiben.

    liebe Grüße, Natalie

    • Hallo Natalie und danke für dein Kommentar!

      Ich kenne auch so einen Kuchen, mit gekochten Klementinen. Die werden püriert, mit Zucker, gemahlenen Mandeln, Backpulver und Eiern gemischt und gebacken. Der ist wirklich traumhaft, das einzige Problem ist dass er flott aufgegessen werden muss, weil er am dritten Tag schon schimmelt. Das war übrigens kein Problem mit dem Orangenkuchen. Der hat keine drei Tage überlebt 🙂

    • Der Teig ist schon etwas herb, aber ich vermute dass es Geschmackszache ist. Ich liebe den leicht bitteren Geschmack von der Orangenschale, deswegen liebe ich auch Orangenmarmelade mit wenig Zucker. Aber mein Mann z.B. mag so was nicht so gerne (trotzdem hat er den Kuchen gemocht, obwohl er nur einmal davon probieren durfte 😉 )

  2. Liebe Ioanna,
    wir lieben diesen Kuchen (ohne Schokolade) sehr, ganz besonders den Bitterorangengeschmack! Zwar hatte ich bisher jedes Mal die Geduld, den Kuchen mit der Glasur zu überziehen – aber noch mal ein bis zwei Tage warten, bis er durchgezogen ist, das haben wir bisher nur einmal geschafft. Aber dann schmeckt er mindestens doppelt so gut!
    Dank und herzliche Grüße aus Schleswig-Holstein,
    Sandkorn

  3. Ich habe den Kuchen zu einem griechischen Abend gebacken.
    Ohne Schokoladenstückchen und mit Dinkelmehl und Olivenöl…einfach nur traumhaft. Durchweg alle waren begeistert. Vielen Dank für dieses ganz tolle Rezept.

    • Vielen Dank für dein Kommentar und für den Tollen Vorschlag für die Abwandlung des Rezepts! Hast du Dinkelmehl Typ 630 genommen oder ein anderes?

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