Die Fastensuppe meiner Mama hat mir nie so richtig gefallen, bis dieses Jahr wo ich sie nach vielen Jahren wieder probiert habe. Diese Suppe wird komplett ohne Olivenöl* oder anderes Speisefett zubereitet. Die ist nämlich für diejenigen Tage der Fastenzeit gedacht, wo man auch kein Öl essen darf. Die eine problematische Sache – die für mich keine Schwierigkeit darstellt – ist dass es kein Rezept dazu gibt.Das zweite Problem ist das für das Rezept wichtige Selleriegrün, dass man in die Suppe im Bund geben muss. Ich habe öfters solche Probleme, wenn ich versuche griechische Rezepte in Deutschland wiederzugeben. Der Sellerie ist zu gewachsen, und meistens in Form von Selleriewurzel oder Stangen zu finden. Die dünnen Stängel mit den zarten Blättern – die in Griechenland im Bund wie Petersilie verkauft werden – sind nirgendwo zu entdecken. Ausserdem ist der Romana Salat viel zu jung – und damit für ein Paar Gerichte ungeeignet, und der Mangold ist zu hart und „alt“, die Zucchini sind riesig, und das absolute Drama ist wenn man versucht vorwiegend festkochende Kartoffeln für einen griechischen Eintopf zu nehmen (alle, aber wirklich alle Kartoffeln im Wochenmarkt in Griechenland sind harte, festkochende Kartoffeln. Ich neige dazu zu denken, dass mehlige Kartoffeln in diesem Land gar nicht wachsen – bis vor 12 Jahren wusste ich nicht, dass es sie gibt!).

Aber zurück zum Thema. Die Suppe. Bevor ihr euch fragt, warum die Suppe auf dem Foto oben keine Suppe ist, werde ich gleich erklären, dass meine Mama in dem Fall einfach zu wenig Wasser in den Topf gegeben hat, und aus der Suppe ist deswegen ein Eintopf geworden. Die reisförmigen Orzo-Nudeln (Kritharaki) nehmen auch beim Abkühlen des Essens so viel Flüssigkeit auf, dass es nicht schadet wenn man deutlich mehr Wasser in den Topf gibt als man denkt dass notwendig für das gewünschte Gericht wäre.

Und hier die Beschreibung der Suppe, laut Mama:

  • Geschälte (aber sonst ganze) Zwiebeln, Grob geschnittene festkochende Kartoffeln, grob zerstückelte Karotten und einen Bund Selleriegrün (also in Deutschland vielleicht Selleriewurzel nach Wunsch) in den Schnellkochtopf geben, mit Wasser bedecken, salzen, pfeffern und im Schnellkochtopf in etwa 15 Minuten gar kochen.
  • Noch mehr Wasser dazu geben, zum Kochen bringen. Kritharaki Nudeln dazu geben, mit Tomatenmark und passierten Tomaten würzen. Kochen bis die Nudeln gar sind. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  • Servieren und geniessen!

Und wieviel von jedem? Ah, immer diese lästigen Fragen! Laut Mama:

  • 4 Zwiebeln
  • 3 große Kartoffeln
  • 4-5 Karotten
  • 1 Bund Blattsellerie (ersatzweise Sellerieknolle in Stücken oder Selleriestangen, nach Belieben)
  • etwa eine halbe Packung, d.h. 250g Kritharaki
  • etwa eine halbe Packung, d.h. 250g Pasatta
  • etwa 2EL Tomatenmark

Die Kinder haben übrigens auch gerne die Suppe/Eintopf gegessen. Ist ja immer ein plus Punkt…

Fertig zum Servieren!




2 Gedanken zu „Mamas Fastensuppe („Chortosoupa“)

  1. Am besten kocht man die Reisförmigen Teigwaren gar und spühlt sie danach kalt ab. Anschliessend, sind sie für vielerlei Gerichte verfügbar, ohne verklebte Resultate.
    Mein auf Parikia erlerntes Rezept:
    Div.Gemüse, wie Paprika, Zuchetti, Auberginen, in gleich grosse Stücke, wie Lammfleisch schneiden.
    Alles marinieren: Salz, Zitronensaft, Paprika, Rigon, Knoblauch.
    Eine Schwitze aus Olivenöl, Zwiebeln, scharfer Paprika,Tomatenpüree herstellen und unter der falschen Reis mischen.
    Danach alles in Bräter mischen und bei 180° garen. BITTE achtet srlbst ab und zu auf das Gericht wegen der Garzeit. Kommt auf die Grösse der Gemüse/ Fleischstücke an.
    Alternativ, kann man das Fleisch, durch mehr Gemüse ersetzen

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