In Griechenland wird vor Ostern viel gekocht und gebacken: Tsourekia, Kulurakia, Eier, ganze Lämmer, große Töpfe Ostersuppe mit den Lamminnereien… Das kommt wahrscheinlich daher, dass man früher für die Großfamilie gekocht und gebacken hat. Meine Mama erzählt immer wieder, wie ihre Mutter vor Ostern viele Tsurekia gebacken hat, die wunderbar geduftet haben, und die die Kinder nicht essen durften. Sie hat immer vielen Verwandten und Freunden Tsourekia geschenkt, bis am ende ein einziger Zopf für den eigenen Haushalt übrig blieb. Das klingt bei meiner Mutter sehr nach Kindheitstrauma! Weiterlesen

MelitsanokeftedesIch war eins von diesen Kindern, die nie Gemüse essen. Und obwohl ich jetzt als Erwachsene inzwischen viel davon mag, was in meiner Kindheit überhaupt ging, haben mir Auberginen bis vor kurzem immer noch Schwierigkeiten bereitet. Aber nicht mehr: mit diesem traditionellen Rezept kann sogar ich Auberginen essen – in der Form saftiger, knuspriger, aromatischer Taler. Die kann man sowohl warm als auch kalt aus dem Kühlschrank geniessen. Mit etwas Zaziki sind sie ein vegetarischer Genuss! Weiterlesen

jemista‚Jemista‘ heisst wortwörtlich ‚gefüllte‘, und es ist eins von den allerbesten Sommergerichten Griechenlands. Jemista ist vegetarisch, ja sogar vegan. Mit reichlich Olivenöl, Kartoffeln, Reis und gutem Gemüse, fehlt einem eigentlich das Fleisch nicht. Trotzdem gibt’s eine Variante mit Hackfleisch die super lecker schmeckt. Weiterlesen

spanakopita3In Griechenland war die Herstellung des Filo Teiges bis von ein Paar Jahrzehnten noch ein normales Ereignis im Tagesablauf der meisten Hausfrauen. Ein ‚Pita‘, also ein bedeckter, meist herzhafter Kuchen, der mit Filoteig zubereitet wird, gehörte, damals wie heute noch, regelmässig zum Familientisch. Der Pita wurde, genau wie das Brot, im großen Steinofen im Hof gebacken. Aus großen runden Backformen wurde er warm oder kalt gegessen. Der Filo, mit Olivenöl verfeinert, kross und knusprig gebacken, hat die Mutter oder die Großmutter nicht im Laden gekauft, sondern aus Mehl, Olivenöl, Essig, Salz und Wasser mit Hilfe eines langen, dünnen, zylindrischen Nudelholzes hergestellt. Weiterlesen

juvarlakiaDas heutige Gericht ist ein Seelentröster, und etwas das sowohl kleine als auch große essen. Es ist ein richtiges griechisches Mama-Essen, eins das man vermisst wenn man weg von zuhause ist, eins mit dem man den Teller ein zweites und ein drittes Mal voll machen kann. Das wichtige dabei ist die schöne Zitronensoße: die kann man als Süppchen geniessen, nachdem man die Bällchen gegessen hat. Meine Empfehlung ist jedoch: die Bällchen in Stücke schneiden, ordentlich in die Soße wenden und mit dem Löffel geniessen. Das Zusammenspiel zwischen der Säure der Zitrone und der Süße der Bällchen ist mein Favorit! Weiterlesen

lapasIch wollte eigentlich letzte Woche ein neues Rezept posten, aber habe nicht mit dem neuesten Magen-Darm Virus gerechnet, der in der Krippe meines Sohnes rumgeht. Einer nach dem anderen wurden wir alle in der Familie von unserem kleinsten angesteckt, und damit wir nicht abgemagert werden haben wir auf Omas zeitlosen Heilrezepte zurückgegriffen. Statt Tagelang auf Salzstangen zu knabbern, gab’s bei uns den äußerst magenschonenden Matschreis oder ‚Lapas‘, eine milde Hühnersuppe und guten griechischen Kaffe, wo ich nach der Art meiner Oma Zwieback eingetaucht habe.  Weiterlesen

knoblauchsosseIn den letzten Wochen habe ich nicht so viel Zeit, um schöne Gerichte zu kochen und zu fotografieren. Wir ziehen nämlich bald ins eigene Haus ein, und es gibt soooo viel das erledigt werden muss! Und das auch mit zwei kleinen Kindern, die Ferien haben und unterhalten werden müssen! Gott sei dank, gibt’s die einfachen und leckeren Rezepte meiner Mutter, für solche schwierige Tage: Zutaten in den Topf geben, köcheln lassen, man muss sich nicht weiter mit dem Essen beschäftigen. Aber wenn man reinbeisst, denkt man: Kann das überhaupt sein, dass ein 5-Zutaten Gericht so köstlich ist? Weiterlesen