ApfelkuchenEine von den ersten Sachen die ich in Deutschland und über Deutschland gelernt habe, ist wie wichtig Äpfel sind. Die sind etwa so wichtig, wie Orangen und Zitronen in Griechenland. Am Anfang hat mich das ganze überrascht: wieso trinkt man eigentlich Apfelsaft? Und warum machen alle Apfelkuchen? Apfelchips? Apfelmus? Was ist so besonders bei dieser Frucht?

Aber dann habe ich’s endlich kapiert: man isst, was freilich verfügbar ist. Man macht Saft aus der Frucht, von der es einfach zu viel hat. Das habe ich dieses Jahr selber erlebt: wir haben so viele Kochäpfel geschenkt bekommen, von Freunden und Nachbarn die Apfelbäume hatten, und sie selber nicht mehr verwerten konnten. Man kann mit diesen säuerlichen Äpfeln zauberhafte Kuchen backen, auch wenn man nur wenig Zeit hat.

Warum also noch ein Apfelkuchenrezept? Im Internet gibt’s bestimmt schon tausende solche. Dies ist aber ein Rezept, das man sich einfach merken kann. Wenn’s schnell gehen soll, muss ich nicht in den Kochbüchern oder im Internet suchen: durch die einfache 1-2-3 Regel lege ich einfach los.

Aus diesem Apfelkuchen sollen 8 bis 12 Stücke entstehen, immerhin hat er meinem Ehemann für genau 4 Portionen gereicht. Ja, der gleiche Kuchen, der im Bild unten ist.

Apfelkuchen (für eine Form von 26cm Durchmesser)

  • 100g Butter, zerlassen oder auf Zimmertemperatur
  • 100g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 200g Mehl (am liebsten 405)
  • 2 TL Backpulver
  • 3 Eier
  • 3 EL Milch oder Sahne
  • 3 mittelgroße säuerliche Äpfel

Nach dem Backen:

  • 1 gehäuften TL Puderzucker
  • 1/4 gestrichenen TL Zimt

Den Backofen auf 160 Grad (Umluft) vorheizen.

Flüssige Zutaten (inklusive Butter) in einer Schüssel geben und zusammenrühren. Die trockenen Zutaten dazu geben und weiter mit dem Schneebesen rühren, bis der Teig homogen ist. In eine eingefettete und mit Mehl bestäubte Form geben und glatt streichen. Der Teig wird eine dünne Schicht in der Backform formen. Die Äpfel schälen und in etwa 1 bis 1,5 cm dicke Spalten (am dicken Ende) schneiden. Kreisförmig in den Teig legen und leicht andrücken, bis so viel wie möglich vom Teig bedeckt wird.

Den Kuchen auf der untersten Schiene des vorgeheizten Backofens in 40 bis 45 Minuten goldbraun backen. Der Teig geht schön zwischen den Äpfeln auf aber trocknet nicht aus. Abkühlen lassen, von der Form ablösen, mit Zimt und Puderzucker bestäuben, und geniessen! Apfelkuchen2

 

Ein Gedanke zu „Apfelkuchen 1-2-3

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