FrikasseeIn der griechischen Küche werden Salate oft auch gekocht gegessen, in Fleischgerichten oder pur. Mein Mann war überrascht als ihm das erste Mal gekochtes Blattgemüse serviert wurde. Er hat es etwas komisch gefunden, dass man so was nur mit ein bisschen Salz, Zitrone und Olivenöl* als Salat essen kann. Aber die ‚interessantere‘ Variante hat er lieber gemocht: Schweinefleisch mit Romanasalat. Ja, der Romanasalat wird tatsächlich gekocht, und ja, der schmeckt sehr, sehr gut!

Schweinelende Frikassee (für 3-4 Personen)

  • 800gr Schweinelende
  • 3 kleine Romana Salatköpfe
  • eine Hand voll gezupfte Dillblätter oder etwa 1 TL getrockneten Dill
  • 1 Ei
  • Saft von 1 Zitrone
  • 3-4 EL Olivenöl*
  • 1 kleine Zwiebel
  • Salz, Pfeffer

Das Fleisch in 3-4 Stücke schneiden. Die Zwiebel würfeln. Das Olivenöl* in einem mittelgroßen Topf erhitzen und das Fleisch zusammen mit den Zwiebelstücken darin kurz von allen Seiten anbraten. Salzen, pfeffern und mit Wasser knapp bedecken. Zum kochen bringen. Die Hitze reduzieren, bedecken und etwa drei Stunden köcheln lassen, bis es zart ist. Alternativerweise kann man das Fleisch im Schnellkochtopf gar kochen (je nach Topf dauert das etwa eine bis eineinhalb Stunden).

Inzwischen den Romanasalat waschen und trockenschleudern. Nach belieben in dünnen oder dicken Streifen schneiden. Die inneren, kleinen Blätter kann man ganz lassen. Das Ei mit dem Zitronensaft in einer grösseren Schale gut verrühren, bis die Mischung ganz homogen ist.

Das Schweinefleisch aus dem Topf nehmen, und den Romanasalat zu der Brühe geben. In etwa 15 Minuten bissfest kochen (oder etwas länger, wenn Sie Gemüse eher weich mögen). Keine zusätzliche Flüssigkeit in den Topf geben, da das Volumen des Salats durch das Kochen stark reduziert wird. Anschliessend das Fleisch wieder in den Topf geben und auf dem Herd lassen bis das Fleisch warm geworden ist. Dabei aber nicht mehr kochen.

Nach und nach unter Rühren ein paar Kochlöffel von der heissen Brühe zu der Eiermischung geben. Die Mischung dann in den Topf geben und sofort umrühren, bis die Eiersoße sich überall verteilt hat. Das Ei sollte dabei nicht kochen und es sollten keine Flöckchen entstehen.

Die Soße probieren, nach Bedarf mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit frischem Brot servieren und geniessen!

Weitere Informationen: Die Mischung von Zitronensaft und Eiern heisst auf Griechisch ‚Avgolemono‘ und wird oft in Eintöpfen und Suppen verwendet. Es macht die Suppen sämiger und verleiht eine angenehme Säure, die besonders gut zu grünem Gemüse passt. Ausserdem hilft die Zitronensäure beim absorbieren des Eisens, dass in gekochtem Blattgemüse und Kohlgemüse enthalten ist.




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